Biographische Notizen

David Lynch ist Schuld. „Lost Highway“ hat mich als Jugendlicher derart beschäftigt, dass ich meinen ersten Text über einen Film geschrieben habe. Bis heute habe ich damit nicht aufgehört.
Also mit dem Schreiben. Über Film. Und überhaupt.

Film ist aber nur ein Thema. Über politische und gesellschaftliche Themen arbeite ich ebenso regelmäßig. Hauptsächlich interessieren mich Diskurse. Mit welchen Begriffen und Strategien ordnet sich der politische Raum.

Wobei sich das mit dem Film und der Politik eigentlich nicht trennen lässt. Denn im Kino eröffnet sich einem ziemlich häufig die Welt in all ihrer Komplexität.

Ich habe Philosophie und Kulturwissenschaften in Berlin und Berkeley studiert. Meinen Master habe ich mit einer Arbeit zur Dauer von Gewalt bei Gaspar Noé und Michael Haneke abgeschlossen.
Nach dem Studium bin ich nach Köln. Dort habe ich in der Film- und Fernsehredaktion des WDR mein Redaktionsvolontariat absolviert.

Danach Düsseldorf. Die Rivalität zwischen diesen Städten war mir eigentlich immer schon egal. Das mag daran liegen, dass ich Karneval nicht verstehe. Köln ist mir insgesamt schon näher. Aber das Altbier ist verflucht lecker. Whatever. Für zwei Jahre war ich am Düsseldorfer Medienhafen bei der Film- und Medienstiftung NRW als Referent für Dokumentarfilm und Low-Budget-Produktionen tätig.
Tätig sein. Das ist schon eine seltsame Formulierung. Klingt nach einem Automaten. Filmförderautomat.

mburg war dann eine wunderbare Abwechslung. Als Redakteur der CINEMA konnte ich den ganzen Tag über Kino und Film schreiben. Das war herrlich. Aus familiären Gründen musste ich dennoch bald Adieu sagen. Mein Sohn findet es klasse, wenn der Papa nicht ständig zwischen Hamburg und NRW pendeln muss. Und mir geht es damit auch besser, hier in meiner Schreibwerkstatt.